SUBKULT

SubKult final

DSC01078subKult 1 von links: Daniel Erhardt, Lila Fogelstaller, Renate Luyben und Marc Hettich

 

Das Krumbacher Kulturleben hat bereits Einiges zu bieten. Es gibt jedoch nichts, was sich nicht noch ein wenig verbessern ließe.

Darum haben wir uns mit dem ebenso bekannten wie erfahrenen KULT e.V. zusammengetan und wollen unter dessen Flagge das Krumbacher Kulturleben ein wenig anheizen - nicht zuletzt auch im Sinne einer jüngeren Zielgruppe.

Zu diesem Zweck haben wir eine Terminsammlung zusammengestellt, die in Form eines kostenlosen kleinen Heftes ab Ende Oktober an einschlägigen Orten in Krumbach ausliegen wird.

Darüberhinaus wollen wir auch selbst Veranstaltungen in Krumbach durchführen, z.B. im November ein Konzert der deutsch-türkischen Musikerin Derya Yildirim aus Hamburg. Wir vergeben Fördergelder für Bühnenkultur und unterstützen Veranstalter nach Kräften.

Also lasst uns gemeinsam Krumbach noch ein Stück schöner machen. Besucht fleißig die Veranstaltungen, die ihr hier findet - denn das bringt letztlich nicht nur den Künstlern und den Musikern mehr Spaß, sondern auch euch.

Wir sehen uns in Krumbach.
Euer subKULT-Team.


 Peter Bauer schrieb in den Mittelschwäbischen Nachrichten:

"Subkult" will Krumbach noch kultiger machen

„Der Begriff der Subkultur („Unterkultur“) ist ein seit den 1940er Jahren in der Soziologie verwendeter Terminus, mit dem eine bestimmte Untergruppe der sozialen Akteure einer Kultur beschrieben wird, die sich im Hinblick auf zentrale Normen von der Kultur der Herrschenden abgrenzen.“ Die Wikipedia-Erklärung für den Begriff „Subkultur“ klingt reichlich kompliziert, manche werden vielleicht auch geschwollen dazu sagen. Aber in der Begriffserklärung klingt auch ein wenig durch, was die neue Krumbacher Kulturgruppe „Subkult“ bewegt: Neues wagen, Grenzen verschieben, vielleicht manchmal auch scheinbar Unmögliches möglich machen, nicht den einfachen, angepassten Weg gehen.

In ihrer ersten Veröffentlichung „Live in Krumbach“ schreibt die Gruppe: „Das Krumbacher Kulturleben hat bereits einiges zu bieten. Es gibt jedoch nichts, was sich nicht noch ein wenig verbessern ließe.“ Was ist da konkret geplant? Im Gespräch mit unserer Zeitung stellen Marc Hettich und Daniel Erhard die „Subkult“-Ideen und Projekte vor. Da ist bereits einiges angelaufen wie etwa die „Stubenmusik“ im Wiedemanns Keller. Das soll weiter gehen, zum Beispiel mit Folk von Attila & Friends (27. Dezember, 21 Uhr). Ein Konzert mit Lukas Meister soll im Januar folgen. Und im Herbst soll es im Stadtsaal einen Poetry Slam im großen Stil geben. Veranstaltungen organisieren, eventuell „Fördergelder für Bühnenkultur“ vergeben: Auch hier möchte „Subkult“ aktiv werden.

In der „Subkult“-Gruppe haben sich etwa zehn Kulturbegeisterte zusammengefunden. „Ich hebe ein wenig das Durchschnittsalter“, sagt der 36-jährige Mediengestalter Marc Hettich lachend. Wie der 28-jährige Industriekaufmann Daniel Erhard ist er bei der Krumbacher Firma Frick beschäftigt.

In der Gesprächsrunde in der MN-Redaktion sitzen auch Lila Fogelstaller (52), die Vorsitzende des Krumbacher Kulturvereins Kult, und Kult-Schriftführerin Renate Luyben (57). Sie erinnern sich an die Anfänge des Kulturvereins im Jahr 1993. Beide waren damals sozusagen im „Subkult-Alter“. Lila Fogelstaller kam Anfang der 90er-Jahre aus der fränkischen Großstadt Würzburg in die mittelschwäbische Kleinstadt Krumbach. Es ist naheliegend, dass Lila Fogelstaller kulturell in ihrer neuen Umgebung jede Menge Luft nach oben sah. „Das war eine tolle Zeit, wir haben nur so gesprüht vor Ideen“, denkt sie zurück.

Renate Luyben und Lila Fogelstaller erhoffen sich von der jungen „Subkult“-Gruppe einen weiteren Impuls für die Kulturszene in der Region. Der Kulturverein Kult und „Subkult „haben jetzt organisatorisch zusammengefunden. „Subkult“ möchte als „Untersektion“ des Vereins „das Kulturleben ein wenig anheizen – nicht zuletzt auch im Sinne einer jüngeren Zielgruppe“, wie es im Heft „Live in Krumbach“ heißt. Dafür bietet die etablierte Struktur des Kulturvereins Kult nun gewissermaßen das feste organisatorische Fundament. „Auf Neudeutsch ist das eine Win-Win-Situation“, erklärt Hettich schmunzelnd.

Im Heft „Live in Krumbach“ sind zahlreiche Krumbacher Kulturtermine für die Monate November und Dezember zusammengestellt. Die Mischung ist bunt, sie reicht vom traditionellen Krippenschauen im Heimatmuseum (Eröffnung am 12. Dezember) bis hin zum Auftritt von Attilas Folk Trio im Wiedemanns Keller (27. Dezember). Das erste zwölfseitige Heft konnte auch dank einer Spende von Krumbachs Bürgermeister Hubert Fischer erstellt werden, freuen sich Hettich und Erhard. Das Heft liegt in verschiedenen Geschäften wie Bücher Thurn und öffentlichen Gebäuden aus.

Und das Heft soll keine einmalige Angelegenheit bleiben. Weitere Erscheinungen sind für die kommenden Monate geplant. „Subkult“ sucht dabei gezielt die Zusammenarbeit mit anderen Aktiven der Kulturszene – sei es Vereine oder Einzelpersonen. Veranstaltungstermine können unter sub@kult-krumbach an „Subkult“ durchgegeben werden.